Zweite Männer scheitert an Premnitz/Rathenow II

Zwei Tage nach der Ersten (1:2 n.Vl. in Ruhlsdorf) kam auch für die Zweete das Pokal-Aus schon in Runde Zwei. Das Ergebnis spiegelt das Kräfteverhältnis gut wider, hätte in den letzten Minuten sogar höher ausfallen können.
Gegen den neugebildeten Kreisligisten (Chemie Premnitz II war letzte Saison noch Ligakonkurrent der Zweeten) stellte Trainer Mißling alles auf, was noch laufen konnte. Da seine Innenverteidigung am Freitag bei der Ersten aushelfen mußte, machte er Mißling zum Abwehrchef, neben ihm gab Köhne sein Startelfdebüt. Die torgefährlichen William und Bieneck besetzten die Außen, im Zentrum setzte er auf Routine und vorn gab der junge Bkhetan sein Debüt im Trikot der Kickers. Die Kickers-Notelf versuchte es mit ruhigem und kräfteschonendem Spielaufbau, lud mit ihren Gegner mit leichten Fehlern aber immer wieder ein.

Nachdem Senf (2.) und Mißling (7.) gegen Budde bzw. Kurdi klären konnte, eröffnete ersterer in der 11. Minute den Torreigen, legte nach einem langen Ball fünf Minuten später das 0:2 nach. In der 18. Minute keimte kurz Hoffnung auf, als Bieneck nach schöner Einzelleistung verkürzen konnte – nach einem langen Ball von Kapitän Berker setzte er sich am Strafraum durch und ließ nach einem Haken Franke aus gut 17 Metern keine Chance. Mitte der Halbzeit versuchte der sonst unaufgeregte Schiri (hatte mit der sehr fairen Partie keine Probleme), etwas Pokalflair in den spärlich besuchten Käfig zu bringen. Als Senf nach einer Kerze von Zander den aus gefühlt 30 Metern Höhe fallenden Ball fing, wertete der Mann in gelb das als Rückpaß, gab ca. sieben Meter vor dem Tor indirekten Freistoß, den die Kickers aber abwehren konnten. Kurz darauf gab es nach Foul an Winning Strafstoß, den Budde sicher verwandelte und nur wenige Minuten später sorgte ere mit seinem vierten Treffer bereits vor der Pause für die Vorentscheidung, Kurz vor dem Pausenpfiff konnte sich Senf bei einem Konter gegen Winning auszeichnen, auf der Gegenseite scheiterte William aus Nahdistanz an Franke.

In der Anfangsphase der zweiten Hälfte gelang es den Kickers noch, ihren Gegner vom Tor entfernt zu halten. Offensiv konnte man nur wenige Akzente setzen, es fehlte die Harmonie, manchmal auch der Mut. Bei den Gästen überließ Budde seinen Kollegen jetzt das Tore schießen: Kurdi (57.) zog aus 10 Metern einfach mal ab und drosch die Kugel in den kurzen Winkel, Wagenschütz (66.) verwandelte einen langen Ball und Friedrich (75.) staubte zum Endstand ab. Für Ergebniskosmetik sorgte Zander in der 71. Minute, als er einen Eckball von Lipowski schulbuchmäßig einköpfte. Die Kickers gaben trotz des klaren Rückstandes nie auf, kämpften bis zum Schluß, hatten aber in der Schlußphase kaum noch Körner, um den Gegner energisch zu bekämpfen oder gar offensiv etwas auszurichten. In den letzten Minuten stand Oldie Senf im Mittelpunkt, der einige Male glänzend parierte und seine Jungs somit vor einer noch höheren Niederlage bewahrte: Yonkow (77.), Friedrich (82.), Winning (84.) und Idler (88., 90.) verzweifelten am Routinier im Tor der Kickers.

Es blieb somit beim 2:7 und dem frühen Aus im Kreispokal. Die Mannschaft warf alles rein, hatte in dieser Zusammensetzung gegen den Kreisligisten aber keine Chance. Trotz allem gebührt den Jungs von Trainer Mißling großen Respekt für eine großartige kämpferische Leistung mit guten spielerischen Ansätzen und einem jederzeit fairen Spiel – trotz allem Kräfteverschleiß und einen nervend überlegenen Gegner, dem wir an dieser Stelle viel Erfolg in Liga und Pokal wünschen. Die Zweete empfängt am kommenden Sonntag Tabellenführer Juventas, dann gibt es ein Wiedersehen mit einigen „alten“ Kickers-Helden.

Kickers II: Senf – Zander, Mißling, Köhne, Lipowski – Bieneck, Berker, L.Tuczek, William – Dünow (72. Löchel), Bkhetan

Tore: 0:1, 0:2 Budde (11., 16.), 1:2 Bieneck (18./Berker), 1:3, 1:4 Budde (26./FE, 33.)  /  1:5 Kurdi (57.), 1:6 Wagenschütz(66.), 2:6 Zander (71./Lipowski), 2:7 Friedrich (75.)

Foto: D.H.