Dritter Auftritt in Nauen, dritter Sieg – die Zweete ist zurück in der Spur

Mit einem souveränen Auftritt im Nauener Käfig sicherte sich die Zweite Männer drei Punkte im Duell der ehemaligen Kreisligisten. Der Aufsteiger konnte den Kickers lediglich in den ersten fünf und letzten zehn Minuten gefährlich werden, fand aber über weite Strecken keine Mittel gegen den Gast. Selbst die zuweilen sehr robuste Spielweise (zu keinem Zeitpunkt vom Schiri geahndet) brachte die Hausherren nicht zurück ins Spiel, hinterließ nur verletzte Potsdamer. Zu ihnen gehörte Melek, der neben Althoff, Herz, Tretschok und Bronowski in die Startelf rotierte, nach gut 20 Minuten aber schon wieder vom Platz humpeln mußte.
Die ersten fünf Minuten gehörten dem Gastgeber, die umformierten Gäste um den neuen Abwehrchef Scholz fand sich langsam, konnten sich befreien und sorgten nach sechs Minuten für erste Gefahr, als Besser einen 24-m-Schuß von Melek noch über die Latte lenkte. Auf der anderen Seite fast ein Deja-vu, der Potsdamer Bank stockte kurz der Atem, als ein Freistoß wie beim 2:1 vor zwei Wochen in Glienicke an allen vorbei durch den Strafraum flog. Althoff aber war zur Stelle, konnte den Ball halten. Weitere zwei Minuten später drang Rosenfeld über links in den Sechzehner ein, Besser konnten seinen Schuß nur prallen lassen, leider aber setzte keiner nach. In der 12. Minute prüfte Bronowski Nauens Schl

M.Bronowski setzt den Ball gleich an die Latte

ußmann aus der Distanz. Den Gastgebern fiel gegen die immer dominanter auftretenden Kickers bis auf eine robustere Gangart, der als erstes Melek zum Opfer fiel,wenig ein. In der 24. Minute belohnten sich die Gäste endlich. Der VfL bekam einen Einwurf nicht geklärt, Herz zog aus 20 Metern beherzt ab und traf zum 0:1. Allerdings konnte die Zweete nicht nachlegen, trotz weiterhin deutlich mehr Spielanteile. Die beste Möglichkeit vor der Pause hatte schließlich Bieneck, der nach einem schönen Paß in die Tiefe trotz starker Behinderung zum Abschluß kam, Besser aber nicht überwinden konnte.

Nach dem Seitenwechsel drückten die Kickers weiter auf das zweite Tor, verzweifelten aber zunächst am Aluminium. In der 49. Minute traf Bronowski nach Solo nur die Latte, drei Minuten später der eingewechselte Diewl den Pfosten. Rotzoll scheiterte im Nachschuß an Besser. In der  58. Minute lief Diewl nach einem traumhaften Diagonalball von Coach Schneider plötzlich allein auf Besser zu, konnte den glänzend reagierenden Schlußmann aber wieder nicht überwinden. Es war einfach nicht der Tag des Langen, der in der 72. Minute aber am 0:2 beteiligt war. An eine Ecke von Bronowski kam er nicht heran, irritierte allerdings Stolz, den den Ball ins Tor lenkte. Kurz darauf warteten die Kickers vergebens auf den Elfmeterpfiff, als der Torschütze seinen Vorlagengeber im Strafraum legte.

R.Tretschok (vorn) und C.Diewl (hinten)

In den letzten zehn Minuten agierte Nauen offensiver, hatten in der 84. Minute Pech, als ein Tor wegen Abseits keine Anerkennung fand und zwei Minuten später, als Althoff einen Freistoß über die Latte lenkte. Der Schiri fand in dieser Schlußphase dann auch seine Karten und verteilte die Verwarnungen, die sich der VfL das ganze Spiel über redlich verdiente, im Gießkannenprinzip an die Kickers. Diese ließen aber nichts mehr anbrennen, kämpften in der hektischen Schlußphase mit- und füreinander, fuhren schließlich einen verdienten Sieg ein, der ihnen nach grobem (ungeahndeten) Fouspiel an Eckhardt mit dem Abpfiff einen weiteren Spieler kostete.

Nächste Woche geht es für die Kickers zu Lok Elstal, die gegen Golm II zu ihrem ersten Saisonsieg kamen. Nauen muß bei Blau/Gelb II antreten.

Kickers II: Althoff – Zander /V, Hk.Schneider, Scholz /V, Rosenfeld (85. Mießling) – Tretschok (67. Lipowski), Bronowski /V, Rotzoll, Bieneck (67. Eckhardt) – Melek (25. Diewl (85. Reyes /V)) – Herz

Tore: 0:1 Herz (24./-)  /  0:2 Stolz /ET (72./Bronowski)