Beide Männerteams scheitern in zweiter Kreispokalrunde

Am Sonntag kam das Aus für unsere Männer im Pokal. Die Erste konnte eine grandiose Aufholjagd nach einem 0:3-Rückstand nicht vergolden, unterlag der Eintracht in Friesack in der Verlängerung 3:5. Die Zweete empfing den Kreisligisten FSV Groß Kreutz, welcher letztlich,ohne sich mit Ruhm zu bekleckern, in die dritte Pokalrunde einzog. Die Kickers begannen das Spiel respektvoll zurückhaltend, der FSV konnte aus der anfänglichen Überlegenheit aber keinen Kapital schlagen. Nach einer guten Viertelstunde war klar, daß der Gast auch nur mit Wasser kocht, die Zweete kämpfte sich in die Partie und konnte das Spiel jetzt ausgeglichen gestalten. Tormöglichkeiten blieben aber auf beiden Seiten Mangelware, lediglich Bülow hatte zwei gute Chancen auf dem Fuß. Erst verzog er freistehend knapp (30.), dann parierte Senf einen Distanzschuß (35.). Kurz vor der Pause bereits fiel die Entscheidung zu Ungunsten der Kickers. Zunächst sah es nach 36 Minuten noch hoffnungsvoll aus. Gebhardt lenkte im Stile eines Torhüters einen Eckball mit der Hand über die einköpfbereiten Kickers, Coach Schneider trat zum fälligen Strafstoß an, setzte diesen aber an den Außenpfosten. Fünf Minuten später war es der andere Schneider, der den Ball direkt in die Füße von Gebhardt spielte, der ließ sich die Chance nicht nehmen und schoß aus 16 Metern zum 0:1 ein. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff bekam Rosenfeld den Ball gut aufgelegt, zog aus gut 20 Metern ab – Witzschel klärte für Schlußmann Müller.

Nach der Pause spielten mit zunehmender Spielzeit eigentlich nur noch die Kickers, der FSV fiel nur lediglich durch übertriebene Härte auf. Gegen den tief stehenden Gast konnten sich die Kickers kaum Chancen erarbeiten, Schneider (50.) und Zander (64.) scheiterten jeweils an Müller, Rotzoll (55.) mit einem frechen Freistoß am Pfosten. So blieb es nach einer umkämpften Partie beim „dreckigen“ Arbeitssieg des nach einem groben Foul in den letzten Minuten in Unterzahl agierenden Favoriten. Vielleicht auch, weil der leicht überfordert wirkende Schiri auf die Sekunde pünktlich abpfiff –  mit einer kurios verstörend anmutenden Begründung: die Kickers hätten selbst für genug Spielverzögerungen gesorgt. Womit der junge Mann im Grunde auch recht hatte: allein die Behandlungspausen für die von hinten umgemähten Schneider-Brüder (53., 86.) summierten sich auf mehr als fünf Minuten. Mit hoch erhobenem Haupt verabschiedet sich die Zweete, vor allem kämpferisch wußten heute alle zu überzeugen.

Nach dem Pokal-Aus können sich die Kickers voll auf die Meisterschaft konzentrieren, in der sie am kommenden Sonntag im Luftschiffhafen den punktgleichen Tabellennachbarn SV Dallgow II, gegen den man jetzt bereits vier Spiele in Folge nicht gewinnen konnte, empfängt. Groß Kreutz spielt gegen Optik Rathenow II.

Kickers II: Senf – Rosenfeld, Hg.Schneider, E.Tuczek, Hk.Schneider /V (58. Zander) – Kreuder (85. Gläser), Zarling, Rotzoll /V, Witzschel – L.Tuczek – Glomb (72. Fehlandt)

Tor: 0:1 Gebhardt (41.)

Das schreibt der FSV:

Groß Kreutz begann in den Anfangsminuten souverän, verlor aber mit zunehmender Spielzeit den Zugriff auf das Spiel. Aussichtsreichste Chance auf Seiten der Potsdamer war ein Strafstoß in der 35 Min., den die Gastgeber aber nicht verwerten konnten. Auf Seiten der Gäste hatte P. Bülow zwei sehr gute Möglichkeiten zur Torerzielung, die aber jeweils knapp das Tor verfehlten. In der 42. Minute erzielte FSV Kapitän F. Gebhardt mit einer Einzelaktion das 0:1. Mit der knappen Führung ging es in die Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang konzentrierte sich der FSV Groß Kreutz deutlich besser auf das Spiel und kam so auch gleich in der 48. Minuten zur Chance auf das 0:2 durch Rico Knape. Sein Dropkick aus 10 Metern halbrechter Position wurde aber duch den Keeper entschärft. Ab Mitte des 2. Durchgangs versuchten die Potsdamer sich nochmal gegen das Pokalaus zu wehren. An dieser Stelle machte der Defensivverbund um P. Bülow und T. Behrendt aber einen abgeklärten Job. So gab es auf beiden Seiten bis zum Abpfiff keine klaren Torchancen mehr.

Fazit:

Potsdam war heute ein stärkerer Gegner als in der Vorwoche noch Großwudicke. Was in Großwudicke noch nicht gelang konnte man heute bei den Potsdamer Kickers einfahren. Einen Sieg und somit den Einzug in die 3. Pokalrunde.