15 starke Minuten reichen nicht: E4 unterliegt im Staffel-Topspiel

Rehbrücke. Jetzt hat es auch die junge E4 der Potsdamer Kickers erwischt: Im nachgeholten Spitzenspiel der 2. Kreisklasse (St. 5) haben die Jungs des Trainergespanns Törber/Gassong am Mittwochabend die erste Niederlage der Saison kassiert. Gegen starke und hoch motivierte Gastgeber reichte eine engagierte Schlussviertelstunde nicht, um zumindest einen Punkt mit nach Hause zu nehmen.

E-Junioren, 2.. KK/St. 5:  SV 05 Rehbrücke  II – Potsdamer Kickers E4 4:3 (2:1).
Nach zwei Siegen gegen Rehbrücke in der zurückliegenden Saison waren die Kickers durchaus mit Ambitionen ins „Nachbardorf“ gereist – bei einem Sieg auf der tollen neuen Sportanlage hätte sogar die Tabellenführung gewinkt. Vielleicht war das Wissen um die Kategorie „Spitzenspiel“ aber am Ende genau die Bürde, die die ein Jahr jüngeren Kickers daran hinderte, eine wirkliche Top-Leistung abzurufen. Gerade in der ersten Hälfte sahen die ratlosen Trainer das glatte Gegenteil: Mut- und kraftlos wirkte das Spiel der Gäste, vor allem aber ungewöhnlich fehleranfällig und fahrig bei Annahmen und Pässen vor allem in der Vorwärtsbewegung. Nach 25 Minuten konnte man von Glück reden, nicht schon aussichtslos in Rückstand geraten zu sein.

Ein Typ wie einst Ulf Kirsten: Niklas Engelke traf drei Mal gegen Rehbrücke, ist mittlerweile bester Torschütze in der E4. Zum Punkt beim Spitzenreiter reichte es leider trotzdem nicht.

Die Halbzeitpredigt von Coach Törber brachte zunächst keine wirkliche Besserung, nur wenige Blau-Weiße konnten annähernd ihre Normalform abliefern. Als nach 36 Minuten dann auch noch das 1:3 nach einem sehenswerten Konter der 05er fiel, schienen die Messen endgültig gesungen. Aber plötzlich zeigten die Kickers Biss und kämpften sich engagiert in den nun offenen Schlagabtausch. Plötzlich zündete die Abteilung Offensive, das Powerplay war entfacht. Niklas Engelke brachte mit seinem zweiten Treffer in der 49. Minute endgültig die Hoffnung zurück – aber sie platzte nach Wiederanpfiff in der Nachspielzeit wie eine Seifenblase. Jetzt voll auf Angriff ausgerichtet, nutzte die Platzherren einen Abwehrpatzer der 94er zum viel umjubelten 4:2. Zwar knipste Tormaschine Niki erneut zum Anschlusstreffer, anschließend pfiff der souveräne und gute Schiedsrichter Olaf Ziegenhorn aber ab. Die Partie hatte einen verdienten Sieger gefunden, der sich an die Tabellenspitze zurück gekämpft hat.

Für die Kickers war es nach dem fragwürdigen Match in Treuenbrietzen (4:4) die zweite Partie, in der sie spielerisch und körperlich so richtig gefordert waren. Dass man trotz der bescheidenen Leistung zu Beginn noch bis zum Schluss am Punkt kratzte, ist auch ein Indiz für das große Potenzial der Truppe. Mit  wachsender Erfahrung wird man lernen, auch in umkämpften Spielen mutig und clever zu spielen. Die bessere Anlage – das war auch in Rehbrücke zu sehen – hatten die Kids in Blau-Weiß.

Für die Kickers spielten: Richard Langen (Keeper), Fridolin Pfefferkorn, Niklas Engelke (3), Jannis Kleinfeld, Matti Berger, Edgar Dupont-Nivet, Justus Roeger, Linus Petri, Bela Dietrich, Lion Gassong, Vincent Buchholz.