Zweite Männer verteilt Geschenke

Die Zweete rauscht weiter ungebremst die Kellertreppe herab – magere vier Punkte aus den letzten acht Spielen ließ die Truppe bis auf den neunten Platz abrutschen, mit Tuchfühlung zu den Abstiegsrängen. Dabei zeigte die Mannschaft nach dem mageren Auftritt in Falkensee eine angemessene Reaktion, war deutlich spielbestimmend – verteilte aber zu viele Geschenke, welche der passive Gast aus Friesack mit Freuden annahm.Lediglich zwischen den Minuten fünf und fünfzehn konnte die Eintracht die auf vier Positionen veränderte Zweete durch eigene spielerische Bemühungen in Bedrängnis bringen, in Minute zehn wähnten die Kickers noch das Glück auf ihrer Seite, als erst Lehnicker an Althoff, dann Nehls im Nachschuß an der Latte scheiterte, der Versuch von Reske abgeblockt und der Ball schließlich irgendwie geklärt werden konnte. Die Hausheren übernahmen langsam wieder das Spiel, in dem sie schon die ersten Minuten dominierten. Ein erster zaghafter Versuch von Fehlandt bereitete Heidepriem in der 17. Minute keine Mühe, mehr kam zunächst nicht auf sein Kasten. Die Kickers agierten zu umständlich, nicht zielstrebig genug, konnten sich gegen die tief stehende Eintracht nur selten durchsetzen. Und zogen das Weihnachtsfest vor: ein Einwurf nach 27 Minuten, der Berker über den Schlappen rutscht, Würbach packte das Geschenk freudestrahlend aus und ließ Althoff keine Chance. Auf der andere Seite sorgte Heidepriem dafür, daß diese Führung bis in die Pause hielt. Erst lenkte er einen 18-Meter-Schuß von Rotzoll um den Pfosten, um dann zwei Minuten später einen Elfmeter von Melek (Tuczek war bei einem Solo unfair ausgebremst worden) zu parieren. Der Nachschuß vom Kapitän kam zu platziert und wurde vor der Linie abgeblockt.

In Halbzeit Zwei machten es sich die Havelländer einfach – sie ließen die Kickers spielen und warteten auf die Präsente. In der 57. Minute scheiterten T.Schneider und Hk.Schneider mit ihren Schußversuchen, fünf Minuten später war der Coach unfreiwillig Vorlagengeber für das 0:2. Beim Versuch, zu klären, schoß er einen Roten an, von dem sprang der Ball zu Lehnicker, der sich, ebenso wie der Unparteiische, nicht um seine Abseitsposition scherte und die Kugel volley in die lange Ecke knallte. Die wütenden Kickers mühten sich, ihre gefühlten 80% Spielanteile konnten sie aber nicht in zählbares ummüntzen. Einen kläglichen Versuch vom fleißigen Tuczek konnte Heidepriem in der 70.Minute mit der Mütze aufnehmen, fünf Minuten später war er machtlos, als Hk.Schneider den Ball aus 18 Metern ins Tor drosch ; ein Freistoß von Melek war genau vor seine Füße geklärt worden. Der Funken Hoffnung verlosch so schnell, wie er aufglühte – vier  Minuten dauerte es. Ein eigentlich ungefährlicher Einwurf wurde vor das Tor geschmissen, Althoff kam zu zögerlich aus seinem Kasten und Würbach konnte sich im Strafraum per Kopf gegen den Keeper durchsetzen. Das war zehn Minuten vor Spielende die Entscheidung, auch wenn sich die Kickers bis zum Schlußpfiff mühten.

Nächste Woche fahren die Kickers nach jetzt drei Niederlagen in Folge als krasse Außenseiter zu ihrem letzten Vorrundenspiel nach Hohennauen. Es wird ein leichtes Spiel, die Zweete hat beim Tabellenführer nichts zu verlieren. Die Eintracht hat spielfrei und fährt eine Woche später zu Falkensee/Finkenkrug II.

Kickers II: Althoff – Witzschel, Hg.Schneider, Hk.Schneider – Rosenfeld (61. Mißling), Berker (72. Wiese), Rotzoll, T.Schneider – Melek – Fehlandt, L.Tuczek (84. Zander)

Tore: 0:1 Würbach (27.)  /  0:2 Lehnicker (62.), 1:2 Hk.Schneider (76.), 1:3 Würbach (80.)

 

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