Ferienzeit, Erholungszeit – Zeit für einen Dank

Es sind Ferien, auf der Kirsche herrscht etwas weniger Betrieb als sonst. Zeit, sich bei allen zu bedanken, die tagtäglich dafür sorgen, daß über 300 Kinder bei den Kickers ihrem Lieblingssport nachgehen können: unsere Trainer und Übungsleiter. Wer sich mal die Mühe macht, sich das Treiben an einem späten Nachmittag in der Woche anzusehen, kann nur bruchstückhaft erahnen, was die Jungs zu leisten haben.

Es ist ja nicht damit getan, einen Ball in die Mitte zu werfen und 60 bis 90 Minuten dem zuzuschauen, was passiert. Jede Trainingseinheit wird durchgeplant ; Dank Fachzeitschriften oder diesem Internet ist das nicht mehr ganz so schwer wie in den Kickers-Anfangsjahren). Während die Jungs um einen herumtollen – je nach Alter mehr oder weniger chaotisch und lebhaft – wird der Platz für die ersten Übungen aufgebaut. Dann hofft man, daß die Kids auch verstehen, was der Trainer von ihnen will. Je schneller das geht, je besser der Coach das rüberbringen kann, umso mehr Zeit bleibt für die Durchführung der Übung. Dabei muß der oder die Trainer natürlich auch beachten, daß sich die Jungs nicht anfangen zu langweilen. Und wenn die erste Übung geschafft ist, folgt der Umbau zur nächsten. Schwierig für jene, die allein arbeiten (müssen), denn in keiner Altersklasse geben die Kids in den Pausen Ruhe und lassen den Trainer arbeiten.

Wenn das Training geschafft ist, ist noch lange nicht Feierabend. Absprachen für das kommende Spiel, Platz aufräumen, Elternsorgen und, und, und – es dauert, bis die Trainer endlich nach Hause dürfen. Steht das Spiel an, folgen die nächste Sorgen – entweder, ob genug Spieler da sein werden oder, das Luxusproblem, wie er denen, die nicht spielen dürfen, das beibringen soll. Was in manchen Fällen nicht einfach ist, da auch überehrgeizige Eltern nicht immer einsehen, daß nur eine begrenzte Anzahl von Spielern eingesetzt werden dürfen, ein Kader für eine ganze Saison mit allen Eventualitäten wie Urlaub, Krankheit, Oma-Geburtstag etc. aber größer sein muß.G1-Kickers bei Trainingsauswertung mit Trainer Torsten Wanagas

Das Spiel wird bereits Tage vorher vorbereitet – wie steht der Gegner, wie bespielt man ihn, was wäre die beste Aufstellung. Am Spielort dann die Ansprache, evtl. der Trost für die, die noch auf der Bank sitzen müssen, die Bürokratie des Spielberichtes, der später bei fussball.de eingesehen werden kann. Kaum vorstellbar, aber im Moment des Anpfiffs fällt die erste Last ab, ein klein wenig Entspannung zieht bei den meisten ein: jetzt machen die Kids ihren „Job“. Aber der Adrenalinspiegel des Trainer steigt mit zunehmender Spielzeit und in Abhängigkeit des Resultats – je knapper, um so nervenaufreibender werden die letzten Minuten. Mit Abpfiff folgen Freude oder Trost, die Bürokratie, erste Auswertungen mit Schiri und Gegner, die Wäsche wird verteilt und je nach Spielort ist man drei bis zehn (oder auch mal zwölf) Stunden nach Abfahrt wieder zurück bei der Familie.

Um bereits in Gedanken schon die nächsten Trainingseinheiten durchzuplanen …….

Zu aller Arbeit im Trainings- und Spielbetrieb kommen auf die Trainer auch viel phsychologische Arbeit nicht nur mit den Spielern zu. Immer mal wieder gibt es Eltern, die in ihrem Jungen den zukünftigen Ronaldo sehen und dem Trainer die Schuld geben, wenn die Entwicklung nicht ganz in die Richtung geht. Oder wenn Eltern nicht verstehen, daß zum Fußball auch Niederlagen gehören, mal mehr, mal weniger, daß die Kids daran aber nicht zerbrechen werden. Das sind zum Glück aber Ausnahmefälle, in den letzten fast 24 Jahren hatten Trainer, Verein und Eltern immer ein gutes, ein sehr gutes Verhältnis miteinander.

Lange Rede, kurzer Sinn:
VIELEN, VIELEN DANK  AN ALLE TRAINER, ÜBUNGSLEITER UND BETREUER ! Dank für ihre Arbeit, die man niemals angemessen würdigen kann, die zu oft als selbstverständlich angesehen wird. Recht herzlichen Dank für das Engagement, für die Hingabe, für das Herzblut, Danke für die Leidensfähigkeit, für die Geduld mit Kindern, Eltern und Verein. Ohne die unzähligen Trainer und Betreuer hätte sich die Kickers-Nachwuchsabteilung nicht zu dem entwickeln können, was sie heute ist.

Ein Dank geht an dieser Stelle auch an die Eltern, ohne die ein kleiner Verein wie die Kickers nicht diese Arbeit im Nachwuchsbereich verrichten könnte. Die Eltern, welche die Kids zu den Spielen kutschieren, Umwege in Kauf nehmen, um Spieler einzusammeln, die u.U. den Trainer vor Ort unterstützen und die Eltern, die Woche für Woche die Trikots von zur Zeit 14 Nachwuchsmannschaften waschen. Pünktlich waschen, denn bereits wenige Tage später werden sie wieder benötigt.

Allen Mannschaften wünschen wir eine erholsame zweite Ferienwoche, viel Spaß und ab nächstes Wochenende wieder viel Erfolg bei den anstehenden Spielen.

 

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