Zweite Männer gewinnt wieder

Im vorgezogenen Spiel gegen Aufsteiger Blau/Weiß Groß Behnitz konnte die Zweete endlich wieder gewinnen

Es wurde das erwartet schwere, zähe Spiel, welches die Kickers mit einigen Blessuren aber siegreich gestalten konnten. Die Personalsituation entspannte sich soweit, daß die Trainer etwas rotieren konnten, sich selbst dabei auch auf die Bank. Außerdem waren auch die ersten weltreisenden Urlauber wieder anwesend, so daß es für die nächsten Wochen wieder etwas besser aussehen sollte.

Der Aufsteiger stand sehr tief, ließ sich ab und an mal in der Kickers-Hälfte blicken, ohne Keeper Senf Kopfschmerzen zu bereiten. Aber auch sein Gegenüber verlebte anfangs einen ruhigen Tag, mußte kurz vor der Pause nur einmal eingreifen, als Melek aus gut 20 Metern abzog. Vorher hatte Schener Glück, als Taubert einen Ball von Melek volley an die Latte setzte. Den Kickers fehlte es an Ideen, das Bollwerk zu durchbrechen, die Trainer vermissten Laufbereitschaft und den Mut zum Abschluß.

Auch in Halbzeit Zwei blieb es zunächst zäh, auch wenn sich die Hausherren, bei denen Rosenfeld den nach einem Foul angeschlagenen, vorher gut aufspielenden Glomb ersetzen mußte, sichtlich bemühter waren. Für die Führung benötigten sie allerdings viel Glück und eine faire Aktion eines Behnitzer Abwehrspielers, als der Schiri für alle unverständlich auf Abstoß entschied. Nach Rückfrage revidierte er die Entscheidung, es gab Ecke, die ein Gästeakteur im Fünfmeterraum nicht klären konnte, Rotzoll und Witzschel stritten sich auf der Torlinie um den Ball und der Innenverteidiger hatte das glücklichere Ende für sich: nach einer guten Stunde stand es 1:0 ; zum ersten Mal in dieser Saison ging die Zweete in Führung. Gut zehn Minuten später bekam Kapitän Melek die Chance zum 2:0: nachdem Abwehrchef Schneider bei einer Ecke im Strafraum gelegt wurde, entschied der junge Referee zum Unwillen der Gäste auf Strafstoß. Der Regisseur verwandelte sicher zur Vorentscheidung. Die Luft war jetzt etwas raus, die Kickers schalteten etwas zurück, Groß Behnitz war am Ende ihrer Kräfte, kämpfte aber noch um die Minichance zum Ausgleich. Hatte Senf in der 76. mit einem abgefälschten 22-Meter-Schuß von Schlecht keine Mühe, war er gut zehn Minuten später machtlos, als Wollny den Ball nach einem Freistoß aus Nahdistanz zum Anschluß einköpfte. Die aufkommende Hoffnung der Gäste erstickte Taubert im Keim, direkt nach dem Anstoß drosch er einen Ball von Melek volley aus spitzem Winkel zum 3:1 ins lange Eck. In der Nachspielzeit forderten die aufgebrachten Behnitzer, die Schuld an der Niederlage allein beim Schiri suchend, vehement Strafstoß, als ein Gästespieler Keeper Senf umrennen wollte, aber an diesem abprallte. Es blieb beim 3:1, dem ersten Sieg nach sieben Wochen. Schön war es nicht, aber ungemein wichtig. Nächsten Sonntag geht es zum Tabellennachbarn Lok/Viktoria Brandenburg, wo man vor gut fünf Monaten noch 0:2 verlor. Groß Behnitz muß den schweren Gang nach Nennhausen antreten, ist beim Tabellenzweiten klarer Außenseiter.

Kickers II: Senf – Mißling, Hg.Schneider, Witzschel, Kreuder – Taubert, Melek, Rotzoll, Glomb (47. Rosenfeld) – Fehlandt (81. Hk.Schneider), Zander (62. Wiese)

Tore: 1:0 Witzschel (58./-), 2:0 Melek (69./FE), 2:1 Wollny (88.), 3:1 Taubert (89./Melek)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.