Zweites Spiel, zweites Derby, zweiter Sieg: Zweite Männer

Mit einem zweiten Sieg können die Zweete beruhigt in die dreiwöchige Zwangspause gehen. Das ist die eine positive Nachricht. Die zweite:  die Mannschaft zeigte erneut einen unbändigen Kampfgeist, drehte die Partie erneut in der Nachspielzeit.

Allerdings dürfte den Trainern, die die Startelf munter durchmischten, vor allem die fehlenden spielerischen Elemente mißfallen haben. Und die identische erste Hälfte wie in Töplitz: die Jungs konzentrierten sich zu viel auf den Schiri und die abgezockten (um es etwas netter zu umschreiben) Gegenspieler, als auf ihr eigenes Spiel. So hatten die Gastgeber vor der Pause nur zwei nennenswerte Möglichkeiten. In der 35. Minute traf Tuczek nach einer Ecke nur die Latten-Unterkante, vier Minuten später scheiterte Claussen aus 24 Metern an Rottmann. Daß der Gast, der etwas mehr vom Spiel hatte, auch nur selten gefährlich wurde (20. Volk, 43. Reinke) lag an seiner Umständlichkeit und an der gut organisierten Defensivarbeit der Hausherren. Offensiv ließen die Kickers einiges zu wünschen übrig – zu viele Mißverständnisse, Fehlabspiele, Gastgeschenke brachten die Nordpotsdamer immer wieder ins Spiel.

Nach der Pause übernahmen die Kickers langsam die Partie, ohne dem Tor von Rottmann gefährlich werden zu können. Glienicke hielt sich etwas zurück, verlegte sich aufs Kontern und hatten, mit doppelten Unterstützung des Mannes in Gelb, Erfolg damit. Ein Foul an Melek wird nicht geahndet, Glienicke kontert, Althoff kommt raus, Flood nimmt das an und es gibt Strafstoß, den Kellmann sicher verwandelt. Die Kickers antworteten mit wütenden Angriffen, vor allem Abwehrrecke Höhne, kurz vorher ins Sturmzentrum eingewechselt, wollte den Ausgleich erzwingen und hatte zwei Minuten nach dem 0:1 gleich zweimal die Chance. Rottmann war aber auf dem Posten. Mit fortschreitender Spielzeit zogen sich die Gäste immer weiter zurück, ließen nicht mehr zu. Die Kickers mühten sich redlich, kamen aber kaum einmal gefährlich in Tornähe. Bis zur 84. Minute. Ein Freistoß von Melek findet Höhne, der aus kürzester Distanz auf den kurzen Pfosten, Rottmann pariert glänzend. Eine Minute später gibt es Eckball für die Hausherren, Berker schnappt sich die Kugel und Höhne wuchtet das Teil per Kopf zum Ausgleich ins Netz. Drei Minuten rutschte ein langer Ball von Hk. Schneider durch Rot und Blau, Rottmann lenkt ihn noch gerade um den Pfosten. In der 92. Minute bekamen die Kickers ca. 30 Meter vor em Tor einen Freistoß zugesprochen. Kaptän Melek übernahm die Veratwortung, trat und überraschte alle mit einem trockenen Schuß in die kurze Ecke – Rottmann kam zu spät, rechnete wohl ebenso wie seine Vorderleute mit einer Flanke. Glienicke machte jetzt natürlich auf, die Kickers bekam endlich Platz und Raum zum zaubern und erhöhten in der fünften Nachspielzeit au 3:1. Wieder war Melek zur Stelle, überwindet Rottmann nach Doppelpaß mt Debüant Wiese aus spitzem Winkel zum Endstand.

Damit bleiben die Kickers auf Kurs, können die spielfreien Wochen für etwas Feinschliff nutzen. Nächster Gegner ist am 16.09. der SV Dallgow II. Diese empfangen am nächsten Wochenende Groß Glienicke, die sich am Luftschffhafen teuer verkauften, der starken Schlußoffensive der Kickers nichts mehr entgegenzusetzen hatten.

Kickers II: Althoff – E.Tuczek, Hg.Schneider, Hk.Schneider – Mißling (68. Höhne), Berker, Rotzoll, Kreuder (76. Eckhardt) – Melek – Fehlandt /V (50. Wiese), Claussen /V
Tore: 0:1 Kellmann (70./FE), 1:1 Höhne (85./Berker), 2:1 Melek (92./-), 3:1 Melek (95./Wiese)

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