Zweite Männer schlagen Perwenitz deutlich

Ohne große Mühe kamen die Zweete im 19. Spiel gegen die Jungs vom Fernsehturm zum achten Sieg, den höchsten gegen den TSV.

Trainer Gläser mußte die Startelf vom 0:4 bei Süd nur auf drei Positionen ändern. Mißling und Melek nahmen zunächst auf der Bank Platz, Claussen genoß seinen freien Tag nach dem Platzverweis als Zuschauer. Für diese drei begannen Witzschel, Rosenfeld und Fehlandt. Letzterer jubelte bereits nach knapp drei Minuten ganz kurz, als er zum ersten Mal traf ; Schiri Grundmann sah allerdings eine Abseitsstellung. In der ersten halben Stunde sahen die Zuschauer eine zähe Partie (um mal die Worte unansehnlich oder grausam zu vermeiden), in der die Perwenitzer sehr tief standen, den Kickers Ideen und Bewegung fehlten. Es wurde lediglich einmal brenzlig, als der TSV einen Ball von Witzschel noch von der Linie kratzen konnte. In der 30. Minute war es endlich soweit. Eckhardt spielte sich schön auf der Grundlinie durch, seine Flanke geriet aber zu weit, landete auf der anderen Seite bei Arnold. Der Kapitän dribbelte sich in den Strafraum, legte quer und im Gegensatz zu den Jungs der Ersten am Freitagabend traf Fehlandt aus vier Metern das Tor. Das Spiel wurde jetzt nicht unbedingt ansehnlicher, aber es kam immerhin mehr Bewegung auf den Platz. Der TSV tat etwas mehr, zeigte in Ansätzen, was sie können, ohne allerdings gefährlich werden zu können. Den jungen Spielern um die Routiniers Kraatz und Mentzel (der sich in einigen Szenen als Sergio Ramos der 1.KK präsentierte) fehlte Mut und Durchsetzungskraft. Bei den Kickers lief es auf der anderen Seite ganz anders als üblich, heute war fast jeder Schuß ein Treffer. In der 37. Minute fand ein langer Ball von Tuczek Angreifer Eckhardt, der aus der Drehung abzog und zum 2:0 traf. Kurz darauf der einzig gefährliche Versuch des TSV, nach einer Ecke strich der 18-Meter-Volleyschuß knapp über das Tor. Mit dem Pausenpfiff fiel das 3:0, als Berker mit einem Freistoß aus 17 Metern Kunert im Perwenitzer Tor überraschte. Im Hinspiel noch Torschütze für den TSV mußte dieser heute die undankbare Aufgabe als Torhüter übernehmen.

Die Partie wurde auch nach Wiederanpfiff nicht besser, bei schwülem Wetter sehnte alles den Abpfiff herbei. Nach einer Stunde machten die Hausherren alles klar, Eckhardt traf nach butterweicher Freistoßflanke von Fehlandt per Kopf. Perwenitz gab sich teilweise auf, mußte, mit nur einem Wechselspieler angereist, der Hitze Tribut zollen und in den letzten Minuten noch weitere Treffer hinnehmen. In der 85. Minute verliert Graef im Mittelkreis den Ball, Arnold, in seinem vielleicht letzten Spiel für die Kickers, nahm sich die Kugel und schlenzte aus 16 Metern zum 5:0 ins Tor. Zwei Minuten später fand der Ball nach einem Preßschlag den Weg zu Berker, der das Teil aus gut 17 Metern reaktionsschnell mit der Pike in den Winkel drosch – sein 12.Saisontor bedeutet persönlicher Rekord für den Oldie im Team. Den Schlußpunkt setzte erneut Arnold, der nach einem mißglücktem Rückfallzieher von Zander zum 7:0 abstaubte.
Mit dem klaren Sieg meldeten sich die Kickers zurück, dürfen den Erfolg gegen den personell arg gebeutelten TSV aber nicht überbewerten. Gradmesser werden die nächsten Spiele bei Lok Brandenburg und gegen Bornim. Perwenitz muß den schweren Gang zum BSRK antreten, welcher noch einen Sieg für den Aufstieg benötigt.

Kickers II: Althoff – E.Tuczek, Hg.Schneider, Hk.Schneider – Arnold, Rotzoll, Berker, Witzschel – Rosenfeld (48. Zander), Fehlandt (66. Melek), Eckhardt (66. Mißling)
Tore: 1:0 Fehlandt (30./Arnold), 2:0 Eckhardt (37./Tuczek), 3:0 Berker (45./-)  /  4:0 Eckhardt (60./Fehlandt), 5:0 Arnold (85./-), 6:0 Berker (87./-), 7:0 Arnold (90./Zander)

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