Einen Tag nach dem 4:0-Erfolg der Ersten Männer siegt auch die Zweete klar

Trotz einer sündhaften Verschwendung ihrer Tormöglichkeiten gewann die Zweete ein drittes Mal innerhalb von einer Woche, revanchierte sich eindrucksvoll für die Hinspielpleite und schob sich auf Platz 4 vor.

Die zuletzt geschonten Oldies Berker und E.Tuczek kehrten ebenso ins Team zurück wie Keeper Althoff und Arnold. Die Kickers begannen sofort druckvoll, angesichts der bitteren Erfahrungen des Hinspiels, als sie dreimal ausgekontert wurde, nicht zu offensiv. Dennoch hatte der ersatzgeschwächte Gast die erste Chance, als sich Althoff und Tuczek nicht einig waren. Bade ging dazwischen, Althoff riskierte Kopf und Kragen, wehrte ab. Den Nachsetzer köpfte Weber am Tor vorbei. Die erste dicke Chance auf der anderen Seite bot sich Arnold nach sieben Minuten. Witzschel kam über die linke Seite, paßte von der Grundlinie in den Rückraum, wo allerdings keiner mehr war. Schwarz machte den Ball aber wieder gefährlich, so kam Arnold 12 Meter vor dem Tor plötzlich frei zum Abschluß, zielte aber genau auf Keeper Hölzel. Fünf Minuten später halfen die Gäste den Kickers erneut. Coach Schneider setzte die Defensive im Fünfmeterraum unter Druck und Pitschat schob die Kugel aus dem Gewühl heraus ins eigene Tor. Keine 60 Sekunden danach mußte Hölzel erneut hinter sich greifen: T.Schneider traf eine schöne Flanke von Melek nicht voll, der Ball ging vom Innenpfosten zum 2:0 ins Netz. Kurz darauf parierte Hölzel einen 28-Meter-Hammer von Melek, ehe ihm Berker in der 25.Minute die Arbeit abnahm. Melek legte einen Freistoß in den Rückraum, Rotzoll zog aus 17 Metern ab, traf aber nur seinen Kapitän, der noch direkt vor der Torlinie tänzelte, am Rücken. Zehn Minuten vor der Pause sorgten die Hausherren mit einem Doppelschlag für die Entscheidung. Zunächst steckt T.Schneider auf Witzschel durch, der die Kugel schön in die lange Ecke schlenzt, zwei Minuten später setzt sich der Torschütze wieder einmal auf der Grundlinie durch, seinen Schuß aus spitzem Winkel pariert Hölzel glänzend, Arnold stochert den Nachschuß im dritten Versuch zum 4:0 ins Tor.

Vom Partner im Zentrum um sein Tor gebracht: Steven Rotzoll

Den Schlußpunkt in Halbzeit Eins setzte wieder der Gast. Ein langer Ball erreichte den (gefühlt) zehn Meter im Abseits wartenden Grabe, der völlig frei vor dem Tor aber am stark reagierenden Althoff scheiterte.

Nach dem Wechsel schalteten die Kickers gegen ihren harmlosen Gast zwei Gänge zurück, konnten drüh durchwechseln und überboten sich beim Auslassen bester Möglichkeiten. T.Schneider hätte bis zur frühen Auswechslung seine Führung in der internen Torschützenliste uneinholbar ausbauen können, scheiterte aber an Pfosten (46.), Hölzel (53.) und Latte (55.). Hölzel allein sorgte dafür, daß die abstiegsbedrohten Grün/Weißen heute nicht zweistellig unterlagen. Nach seinen Glanztaten gegen Schneider und Fehlandt (47.) konnte er auch Versuche von Zander (75.) und Rotzoll (79.) zum Teil spektakulär parieren. Zweimal war er machtlos: in der 61. Minute verwandelte Berker einen Ball von Hk. Schneider, eine Viertelstunde vor Spielende schloß Zade eine Hackenablage von Zander zum Endstand ab. Zander hatte zehn Minuten später die Chance auf Tor Nummer Sieben. Nachdem Witzschel den Ball gegen Weber erkämpfte, paßte er in den Fünfmeterraum, wo der eingewechselte Zander gefühlt zwei Minuten Zeit hatte, sich den Ball zurechtzulegen und den Pfosten anzuvisieren, den er aus vier Metern perfekt traf.

Patrick „Hattrick“ Fehlandt – trotz akuter Torlosigkeit eine wichtige Stütze für die Mannschaft

Somit blieb es beim klaren Sieg, dem zwölften Spiel ohne Niederlage. Diese Serie fortzusetzen wird schwer, nächsten Sonntag geht es zum designierten Staffelsieger BSC Süd II. Diese mußten am Wochenende erneut aussetzen, bereits zum dritten Mal in Folge trat der Gegner nicht an. Da beide angesichts der Tabellensituation befreit aufspielen können, sollte es an der Brielower Straße ein schönes Fußballspiel zu sehen geben. Klein Kreutz muß bei Tabellenführer BSRK antreten.

Kickers II: Althoff – Hg.Schneider, E.Zuczek, Hk.Schneider – Arnold (61. Rosenfeld), Berker, Rotzoll, Witzschel – Melek – T.Schneider (56. Zade), Fehlandt (64. Zander)

Tore: 1:0 Pitschat /ET (12./-), 2:0 T.Schneider (13./Melek), 3:0 Witzschel (34./T.Schneider), 4:0 Arnold (36./-)  /  5:0 Berker (61./Hk.Schneider), 6:0 Zade (74./Zander)

Das schreibt der Gegner:

[TK]: Der Klein Kreutzer Rückrundenaufschwung ist definitv gestoppt. Nach einem schwachen Auftritt bei den Potsdamer Kickers profitieren die Grün-Weißen ausschließlich von der Niederlage der Perwenitzer in Wollin. Nach der bitteren Heimniederlage gegen Groß Glienicke am letzten Wochenende reisten die Klein Kreutzer mit wenig Selbstvertrauen nach Potsdam. Das hätte schlagartig ins Positive kippen können, wenn Spielführer Bade kurz nach dem Anpfiff die erste Chance des Spieles genutzt und Grün-Weiß in Führung gebracht hätte. So brauchten die Gäste ein wenig Zeit, um ins Spiel zu finden. Nach gut 10 Minuten hatte sich aber der Defensivverbund der Grün-Weißen gefunden, die Mannschaft wurde sicherer und es wuchs ein wenig der Glaube, aus Potsdam etwas mitnehmen zu können. In diese Phase hinein gingen die Gäste per Eigentor von Pitschat mit 1-0 in Führung und die Klein Kreutzer hatten sich davon noch gar nicht erholt, standen zu weit weg vom Gegenspieler und kassierten das 0-2. Die Potsdamer lehnten sich ein wenig zurück und Grün-Weiß kam zu ersten Offenisvansätzen, die aber nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. Die Gastgeber blieben gefährlich und nutzten zwei weitere Stellungsfehler der Klein Kreutzer zum 4-0. Die Grün-Weißen wollten sich noch nicht geschlagen geben, Bade und Zenau verfehlten knapp das Tor der Potsdamer, Grabe scheiterte am Torhüter. Zur Pause nahm man sich vor, das Ergebnis freundlicher zu gestalten und auf keinen Fall aufzugeben.
Allerdings kamen die Klein Kreutzer in der zweiten Halbzeit nur noch selten aus der eigenen Hälfte, die Gastgeber störten früh und bei den Grün-Weißen machten sich erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Torhüter Hölzel verhinderte mit großem Einsatz ein Debakel, im Gegenzug hätten die Gastgeber ihren Torhüter vorzeitig zum Duschen schicken können. Das Aufbäumen einzelner Klein Kreutzer Spieler reichte nicht, um eine Ergebniskorrektur zu erreichen. Es gibt keinen Grund im Abstiegskampf den Kopf in den Sand zu stecken, aber die Grün-Weißen müssen auf dem Platz wieder energischer agieren, um beim Gegner auch mal Eindruck zu hinterlassen.

Quelle: www.sg-gruen-weiss.de

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