April, April …….. Paukenschlag: Jens Todt heuert bei den Potsdamer Kickers an

Potsdam: Völlig überraschend trennen sich die Potsdamer Kickers zum 30.06. von ihrem langjährigen Sportlichen Leiter, Stephan Ranz. Das Ruder bei den Landeshauptstädtern soll dann der kürzlich beim Bundesligisten Hamburger SV beurlaubte Wahlpotsdamer, Jens Todt, übernehmen.

Todt, der seit 15 Jahren in seiner Wahlheimat Potsdam, am Heiligen See lebt, bestätigte gegenüber dem Hamburger Abendblatt sein neues Engagement: „Keine Frage, ich war enttäuscht über die Beurlaubung, aber auch, weil wir es nicht geschafft haben, den HSV in dieser Saison sportlich zu stabilisieren. Das hat mich sehr geärgert, doch nun freue ich mich auf eine neue Aufgabe zu Hause in Potsdam.“

Gemeint war Ladesklassenverein Potsdamer Kickers 94, zu dem es bereits im Juni 2004, nach Todts Entlassung als Chefscout bei Bundesligist Hertha BSC, erste Kontakte gab. Geknüpft hatte diese seinerzeit Urgestein und 1995 Initiator der Kickers-Jugendarbeit, Axel Heeren, der mit Todt jahrelang gut bekannt war. Heerens Sohn Julian spielte 2004 noch für die Erste der Potsdamer Kickers, zu einer Kooperation mit Todt kam es seitens der Kickers aber dann doch nicht, weil Todt in der Hansestadt Hamburg ein Praktikum beim STERN begann. Jahre später, im Juni 2008 begann Todt in Hamburg als Nachwuchschef, als Sportchef kehrte er 2017 nach Hamburg zurück. Als Bernd Hoffmann, wegen dem er 2009 bereits schon einmal die Brocken in Hamburg hingeworfen hatte, zum alten, neuen „starken Mann“ des HSV wurde, war eine neuerliche Trennung absehbar.

Todt nutzte den kurzen Abstand vom Profifußball, um sich unmittelbar neu zu orientieren. Und erinnerte sich an seinen alten Kumpel Axel Heeren. „Ich hatte noch immer losen Kontakt zu Ax, er jedenfalls war nach wie vor den Kickers freundschaftlich verbunden und knüpfte über das neue Vorstandsmitglied der Kickers, Sylvio Posselt, den Kontakt zu Vorstandschef Wolfgang Schaffernicht. Dieser war sofort Feuer und Flamme, ich habe ihm glaubhaft versichert, dass ich vom Profifußball erst mal die Schnauze voll habe und auf Amateurebene durchaus in der Lage bin, etwas Neues aufzubauen.“

Schaffernicht seinerseits informierte den noch amtierenden Sportchef Stephan Ranz über die neuesten Entwicklungen, welcher sich von der Personalie sehr überrascht zeigte: „Ich denke, ich habe hier über Jahre einen ordentlichen Job gemacht. Wir haben das Team immer weiter verjüngt und nach dem Abstieg vor drei Jahren in die Kreisoberliga wieder eine auf Landesebene konkurrenzfähige Mannschaft zusammengestellt. Ich hätte die Entwicklung der Mannschaft gern weiter vorangetrieben, und es tut schon ein Stück weit weh, dass der gemeinsame Weg nun so abrupt zu Ende geht.“, so Ranz auf Nachfrage der Potsdamer Neuesten Nachrichten.

Ob Ranz seinen Posten als Chefcoach über den Sommer hinaus behalten wird, ist noch unklar. Todt wollte sich zu dieser Personalie auf Nachfrage nicht äußern, es gilt aber als sicher, dass er bereits ein neues Trainerteam im Auge hat. Gerüchten aus dem Umfeld von Todt zufolge soll Pablo Thiam, ein guter Freund und darüber hinaus beim VfB Stuttgart auch Spielerkollege von Todt, Kandidat für den Trainerposten sein. Todt selbst wollte gegenüber den PNN diese Verlautbarungen nicht kommentieren. Er bekräftigte lediglich, er habe auch mit dem Potsdamer Amateurverein ehrgeizige Ziele: „Ich bin sicher, dass die Kickers mit meinem Namen und meinen Kontakten in der Lage sein werden, mittelfristig zumindest in der Oberliga des NOFV Fuß zu fassen.“

Dann aber wohl ohne Ranz, der zum anstehenden Personalkarussell lediglich noch zu Protokoll gab: „Ich kann das dann eh nicht mehr beeinflussen, sollte es aber bei der Ersten für mich nicht weiter gehen, werde ich im Kleinfeldbereich des Vereins weiter als Trainer tätig sein.“, gibt sich der 43-Jährige kämpferisch und fügte hinzu: „Ein Gutes hätte es aber auch, so bliebe endlich mehr Zeit für die Familie“.

Man darf also gespannt sein, wie es bei den Kickers im Sommer weiter geht…

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