Zweite Männer gewinnen in Falkensee

Nach dem vortäglichen 1:0 der Ersten in Teltow bescherte die Zweete den Kickers-Männern den ersten Auswärts-Doppelerfolg seit 17 Monaten.

Neben u.a. Eckhardt, Arnold und Zander fehlten dem Trainerteam mit Berker (6 Tore) und Melek (9 Vorlagen) auch die Torgaranten. Auf dem großen Platz in Falkensee sollten die Jungs zunächst aus einer defensiven Grundaufstellung abwartend agieren – hielten sich aber nicht ganz daran. Bereits nach vier Minuten mußte FF-Keeper-Schröder den Ball aus dem Tor holen, als Claussen nach schönem Zuspiel von Tuczek zunächst Ziemann düpierte, dann Falkensee’s Schlußmann umspielte und dann ins verwaiste Tor einschob. Danach zogen sich die Kickers zurück, überließen dem Gastgeber weite Teile der Wiese. Falkensee bemühte sich optisch überlegen um Spielkontrolle, wurde aber immer wieder von den Nadelstichen ihres Kontrahenten gestört. Vor allem T.Schneider und Fehlandt brachten die nicht immer sicher wirkende Defensive in Bedrängnis, spritzten in Querpässe oder erkämpften sich im Mittelfeld die Bälle. Und erspielten sich dabei eine dicke Möglichkeit nach der anderen. In der 21. erkämpft sich T.Schneider den Ball, läuft allein auf Schröder zu, legt uneigennützig quer. Der mitgelaufene Fehlandt zielte auf die kurze Ecke, drosch die Kugel aber lang am leeren Winkel vorbei. Zehn Minuten später klaut Fehlandt Heinrich den Ball, läuft allein aufs Tor zu, wird von Schröder noch leicht abgedrängt und trift aus knapp 12 Metern halbrechts nur das Außennetz. In der 36. Minute nahm Tuczek einen abgewehrten Ball aus 35 Metern direkt, Schröder parierte. Und kurz vor dem Halbzeitpfiff schickt T.Schneider nach Ballgewinn Hetland, der allein auf das Tor zulaufend auch nicht den sieben Meter breiten Kasten treffen kann. Kurz zuvor die erste nennenswerte Chance für die Gastgeber, die zwar weiterhin mehr Spielanteile hatten, sich aber immer wieder an der Kickers-Defensive festbissen. Grizak brachte den Ball scharf in den Fünfmeterraum, wo Mißling in ablenkt und seinen Schlußmann zu einer Glanztat zwingt.

Auch die zweite Hälfte begann mit einer dicken Chance für die Kickers. Schröder bekam bei einem Hetland-Schuß Schwierigkeiten, Fehlandt setzte nach und drückte das Leder auch über die Linie. Aber nur auf Kosten eines harten Einsteigens gegen Ziemann, so daß der Treffer nicht zählte. Kurz darauf rettete Mißling auf der Linie, als der immer schwer vom Ball zu trennende Grizak nach einer Ecke zum Schuß kam und den Ball mit gefühlt 150 km/h aufs Tor drosch. Mitte der Halbzeit sorgte T.Schneider mit einem Doppelschlag für die Entscheidung. Zunächst erkämpft er sich am Mittelkreis den Ball, lief allein aufs Tor zu, ließ sich die Chance diesmal nicht nehmen. Dann verwertete er einen von Kapitän Hg.Schneider eingeleiteten Konter zum 0:3. In der Schlußphase bemühten sich die Gastgeber um Ergebniskosmetik, hatten aber heute einfach kein Glück. In der 75.verhinderte Althoff zunächst einen Abschluß von Wielepski, der konnte aber noch auf Zehl quer legen, welcher aus sieben Metern Rosenfeld auf der Linie anschießt. Zwei Minuten später pariert Althoff gegen Zimpel, dann scheiterte Rickes freistehend am Kickers-Schlußmann und in der Nachspielzeit glänzte der angeschlagenen Kickers-Keeper gegen Ilmer, hielt somit die Null.

Mit einer der besten Leistungen in diesem Kalenderjahr verdienten sich die Kickers den Erfolg letztlich auch in dieser Höhe. Gläser/Schneider hatten ihre Schützlinge taktisch hervorragend eingestellt, konnten die Ausfälle kompensieren und im achten Auswärtspiel als Trainer der Zweeten ihren ersten Sieg auf fremden Platz feiern. Jetzt stehen den Jungs zwei schwere Heimspiele bevor. Am Sonntag kommt Titelverteidiger Töplitz in den Luftschiffhafen, am Reformationstag der Tabellenfünfte Lok/Viktoria Brandenburg an die Kirsche. Falkensee muß am Sonntag zum Tabellenführer BRSK.

Kickers II : Althoff – Mißling, Hg.Schneider, E.Tuczek, Rosenfeld – Claussen, Rotzoll, Zimmermann, Hetland (83. Glomb) – T.Schneider (85. Senf) – Fehlandt (77.Vergin)

Tore: 0:1 Claussen (4./Tuczek)  /  0:2 T.Schneider (68./-), 0:3 T.Schneider (73./Hg.Schneider)

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